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Lothar Schmidt (*1922), dt. Politologe u. Hochschullehrer

Streit in Firmen schlichten

KREIS RAVENSBURG — Konflikte binden wertvolle Ressourcen in Unternehmen. Sie zu vermeiden oder Konfliktfälle zu identifizieren und Problemlösungen anzubieten, ist deshalb für jedes Unternehmen von großer Bedeutung. Ende April konnte die IHK Bodensee-Oberschwaben die ersten Absolventen "Interner Konflikt-Berater" verabschieden.

"Viele Konflikte können entschärft und gelöst werden, wenn die Kompetenz vorhanden ist, vermittelnd und konfliktlösend zu agieren", schreibt die IHK in einer Pressemitteilung.

Emotionen zulassen

Das Zulassen von Emotionen, die Bereinigung der Situation auf der Sachebene und geeignete Instrumente, um konfliktlösend wirken zu können – das sind Inhalte der Qualifizierung. Erste aktive Erfahrung mit dem neuen Instrumentarium erhalten die Teilnehmer durch die Analyse und Bearbeitung eines konkreten Konfliktfalles. Durch die Dokumentation der Verfahrensweise erfolgt eine Reflexion des Prozesses und der eigenen Rolle als Konflikt-Berater. Diese Reflexion sei sehr wichtig, wolle man Erfolg oder Misserfolg bei der Konfliktlösung bewerten. Diese Bearbeitung und Reflexion bilden – gemeinsam mit einem kurzen Fachgespräch – die Abschlussleistung, um das Zertifikat zum "Internen Konflikt-Berater" zu erreichen.

SZ 17.05.02

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